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Saturday27 February 2021

Senföle

Infizierungen werden in der Praxis vornehmlich mit Antiinfektiva behandelt. Der therapeutische Erfolg wird unterdies allerdings mit einem suboptimalen Randerscheinungsspektrum und der Bedrohung der Evolution widerstandsfähiger Keime erkauft. Im Zuge der besorgniserregenden Zunahme von Antibiotikaresistenzen raten inzwischen immer mehr Experten von einer maßlos großzügigen Verordnung dieser Wirksubstanzen ab und plädieren dafür, bei unkomplizierten viralen und bakteriellen Ansteckungen auf phytokurative Optionen auszuweichen - etwa Senföle.

Derbei sind in erster Linie diejenigen Pharmazeutika von Relevanz, deren ärztliche Nutzen anhand entsprechender Studien akademisch dokumentiert ist.

Senföle realisieren augenfällige mikroben hemmende Eigentümlichkeiten. Wie verschiedene In-vitro-Studien beweisen, entwickeln bspw. die in Kapuzinerkressenkraut und Meerrettichwurzel enthalten Senföle eine augenfällig bakteriostatische Folge wider alles in allem mehr als 10 ärztlich relevante Bakteriumarten, darunter selbst neuralgische Bazillen wie MRSA (Methicillin-resistente Staphylococcus aureus).

Senföle vermehren sich im Körper besonders in Harnblase und Lunge an. Deswegen ist die Mutmaßung gerechtfertigt, dass sie hauptsächlich bei bakteriellen Atemwegs- und Harnwegskontaminationen als eine effektive und gut verträgliche Auswahlmöglichkeit zu Antiinfektiva relevant sein können. Zudem ist für diese pflanzlichen Substanzen, im Unterschied zu chemischen Antibiotika, gleichfalls nach Langzeittherapie keine Resistenzevolution bekannt.

Senföle zählen zu den sogenannten nachgeordneten Pflanzenstoffen, die von der Pflanze als Schutz, beispielsweise vor Fressattacken durch Schädlinge oder zur Gegenwehr gegen krankheitserregende Mikroben, gebildet werden. Vornehmlich abundant an Senfölen ist die Verwandtschaft der Kreuzblütler (Brassicaceae), zu deren bekannten Vertretern Kren, Radieschen und Senf gehören.

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